Werner Berg wurde am 11. April 1904 in Elberfeld (Wuppertal, Deutschland) geboren. Nach Matura, Bergwerkslehre und Industriearbeit, begann er 1923 mit dem Studium der Staatswissenschaften, promovierte 1927 in Wien und besuchte danach, seinem schon gehegten Wunsch folgend, die Kunstakademie in Wien und München. 1931 kam es zur lebensentscheidenden Ansiedlung auf dem Rutarhof, einer entlegenen Bergwirtschaft in Kärnten. Neben seiner künstlerischen Arbeit bewirtschaftete er mit seiner Familie den Bergbauernhof. 1934 zeigten, durch die Förderung Emil Noldes, erstel Ausstellungen in Wien und Deutschland. 1935 wurden die Bilder Bergs als entartet beschlagnahmt. Nach 1945 machten zahlreiche Ausstellungen und Ehrungen das Werk Werner Bergs im In- und Ausland bekannt. So wurde er 1956 zum Professor ernannt, erhielt in den Jahren 1966, 1969 und 1971 die Ehrenbürgerschaften von Slovenj Gradec, Bleiburg und Gallizien. 1981 wurde ihm das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, die höchste Auszeichnung, die die Republik Österreich zu vergeben hat, verliehen.
Am 7. September 1981 verstarb Werner Berg auf dem Rutarhof.
In der ständigen Ausstellung des Katholischen Bildungshaus Sodalitas ist Werner Berg mit 14 Holzschnitten vertreten.
Die Holzschnitte Werner Berg entstanden in von der Malerei getrennten Zeiten. Ihr reines Schwarz-Weiß wurde von Berg geradezu als Steigerung der Farbigkeit empfunden. Die einzelnen Abzüge sind ausschließlich Falzbeinhanddrucke, oft unterscheiden sie sich durch Überarbeitung voneinander, so dass im Grunde jeder Druck ein Original darstellt. Die Themen entstanden zumeist dem Umkreis des ländlichen Lebens, stets war dem Künstler jedoch das Gestaltbare Ziel, im knappsten Spannungsverhältnis vermochte sich die Form zu präzisieren und zu verdichten.
(nach eine Beschreibung von Dr. Harald Scheicher)