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Vortrag / Predavanje Kursnummer / Številka: E-249/2020 Bereich / Kategorija: Gesellschaft / Družba KursleiterIn / Vodja tečaja: Ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Glaser (ReferentIn / Predavatelj) Kontakt: Kopeinig Jože

Pilger, Flüchtlinge und Freunde

Völkerwanderungszeit und frühes Christentum

Die Ausgrabungen auf dem Hemmaberg und an der römischen Straßenstation Iuenna / Globasnitz sollen unter den oben genannten Gesichtspunkten betrachtet werden. Wir wissen aus der Lebensbeschreibung des heiligen Severin, dass römische Flüchtlinge von der Donau in Ufernorikum nach Italien ziehen. Der enorme Ausbau der Kirchenanlagen auf dem Hemmaberg ist offensichtlich mit der Heiligenverehrung und dem daraus folgenden Wallfahrtswesen zu verbinden. Die Reliquien einer hier verehrten Heiligen stammen aus dem Mittelmeerraum. Künstliche Schädelumformung und Funde weisen Bewohner der Straßenstation als Ostgoten aus, welche im weströmischen Reich zwischen 493 und 552 herrschten. Alamannen flohen um 506 vor den Franken nach Norikum. Drei Jahrzehnte später übergaben die Ostgoten die Provinz Norikum an die Franken. Mit der Einwanderung der Slawen um 610 enden die befestigten Höhensiedlungen, die zum Schutze Italiens angelegt wurden.

Lebenslauf (Kurzfassung)
Ao. Univ.-Prof. Dr. Franz Glaser, geb. 1950 in Linz, Studium der Klassischen Archäologie und Antiken Numismatik (Universität Wien), zwei Jahre Auslandsstipendium (Athen, Rom), Promotion 1976, seit 1976 am Landesmuseum Kärnten, Leiter der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie und Antike Numismatik, Grabungstätigkeit im In- und Ausland, Gestaltung von Museen und Ausstellungen, Initiator und Planer des neuen Römermuseums Teurnia (St. Peter in Holz) und des archäologischen Pilgermuseums (Globasnitz), Konservierung an Ausgrabungsstätten (u. a. Schutzbauten), seit 1984 Lehrtätigkeit an Universitäten (Wien, Graz, Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg), Habilitation für das Fach "Klassische Archäologie" in Innsbruck 1989, Gastprofessuren in Graz, Wien und Klagenfurt. Präsident des Bundes Kärntner Museen (2011), Würdigungspreis für Geistes- und Sozialwissenschaften des Landes Kärnten (Kulturpreise 2012), Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse der Republik Österreich (2010), Komtur des päpstlichen Ritterordens San Silvestro (2012), Ständiges Mitglied des Denkmalbeirates (2013), Pension und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesmuseums (2016).

Aquileia. Kaiserresidenz und Patriarchensitz, in: F. Glaser, E. Pochmarski, Aquileia. Der archäologische Führer (2012). Frühes Christentum im Alpenraum. Eine archäologische Entdeckungsreise (1997). Die Skulpturen des Stadtgebietes von Teurnia (1997). Teurnia: Römerstadt und Bischofssitz (1992). Das frühchristliche Pilgerheiligtum auf dem Hemmaberg (1991). Antike Brunnenbauten (KPHNAI) in Griechenland (1983). Kelten, Römer, Karantanen (Hrsg.) Kärntner Kunstgeschichte 1 (1998) usw. Mehr als 250 Veröffentlichungen aus verschiedenen Bereichen der Archäologie, der antiken Kulturgeschichte und des frühen Christentums.

Über Franz Glaser:
F. Fellner, D. A. Corradini, Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon (2006) 141 s. v. Glaser Franz. Vademekum der Geschichtswissenschaften, 9. Ausg. 2010/11. Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2009, Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart, 22. Ausgabe, Band 1, 1200 s. v. Glaser Franz. E. Wappis, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse für Franz Glaser, Rudolfinum. Jahrbuch des Landesmuseums 2009/2010, 15 - 26. I. Dörfler, P. Gleirscher, S. Ladstätter, I. Pucker (Hg.), Ad amussim. Festschrift zum 65. Geburtstag von Franz Glaser (2017).

Katoliški dom prosvete - Katholisches Bildungshaus A-9121 Tainach/Tinje Probsteiweg/Proštijska pot 1

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Beitrag€ 10,00 Pensionspreise inkl. Nächtigung / Penzionske cene z nočitvijo: VP / Polni penzion:€ 57,00 HP (Mittagessen) / Polpenzion (s kosilom):€ 47,00 HP (Abendessen) / Polpenzion (z večerjo):€ 45,00 EZ-Zuschlag / Doplačilo za enoposteljno sobo:€ 8,00

Teilnehmer / Udeležencev max./maks.: 100 min.: 10

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